
Viele Industriebetriebe stecken tief in der Krise, vor allen Dingen im Autobau gingen im vergangenen Jahr viele Jobs verloren. Doch es gibt auch Sektoren, in denen die Geschäfte besser laufen.

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Viele Industriebetriebe stecken tief in der Krise, vor allen Dingen im Autobau gingen im vergangenen Jahr viele Jobs verloren. Doch es gibt auch Sektoren, in denen die Geschäfte besser laufen.

Die allseits bewunderten US-Milliardäre treffen sich nicht nur auf einsamen Inseln zu „wilden Partys“ (E. Musk), sie sorgen sich auch um die Zukunft der Menschheit. Ein Beitrag von Suitbert Cechura, Hochschullehrer für Sozialmedizin im Ruhestand.

Müssten die Deutschen mehr arbeiten – und ist Teilzeit bloß ein „Lifestyle“? Peter Lysy, Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt, bezweifelt das. Erwerbsarbeit mache nur einen Teil des gesellschaftlichen Wohlstands aus, sagt er und verweist unter anderem auf Familienarbeit und Ehrenamt.

Dreieinhalb Jahre nach ihrer Ankunft ist die Hälfte der zu Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 eingereisten Ukrainer erwerbstätig. Das könnte unter anderem am Bürgergeld liegen.

Die Erwerbsmigration hat sich seit 2020 mehr als verdoppelt: Im Juni 2025 hatten 420.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigte eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis aufgrund ihrer Erwerbstätigkeit. 2020 waren es etwas mehr als 200.000. Gut die Hälfte davon ist mit der Blauen Karte der EU nach Deutschland gekommen.

Der Aufbau der Work-and-Stay-Agentur (WSA) für die erleichterte Einreise ausländischer Fachkräfte hat gerade erst begonnen. Einzelheiten zur Arbeitsweise, der beteiligten Behörden sowie der Verteilung von Kompetenzen könnten deshalb zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden, schreibt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.

Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied: „Integration von geflüchteten Menschen gelingt immer dann, wenn die Bedingungen stimmen. Das zeigen die Zahlen des IAB zur Arbeitsmarktintegration von Menschen aus der Ukraine. Der schnellere Zugang zu Integrations- und Sprachkursen und auch zum Arbeitsmarkt hat zum Erfolg geführt.“

An der Sprache hängen aber Teilhabe an der Gesellschaft, Bleibeperspektive, Mitbestimmung. Rund um die Sprachförderung wird von den Trägern oft Sozial- und Lernberatung angeboten, die mit den Kürzungen ebenfalls wegfallen. Der Hinweis vom Bamf, man könne ja als Selbstzahler:in teilnehmen, ist ob der hohen Kosten blanker Hohn.

Der Bundesregierung fehle der Mut, die nötigen Einsparungen anzugehen, kritisiert der Präsident des Bundesrechnungshofs Kay Scheller. Der Sozialstaat müsse stärker auf wirklich Bedürftige ausgerichtet und beim Personal in der Verwaltung gespart werden.

Auch der überwiegende Teil der Menschen mit Einwanderungsgeschichte kommuniziert zu Hause auf Deutsch, häufig in Verbindung mit einer oder mehreren weiteren Sprachen. Von den 21,4 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte verständigten sich 22 % einzig und allein auf Deutsch.

nwieweit wird wirtschaftliche Ungleichheit von Startbedingungen beeinflusst, die von den Menschen nicht kontrollierten werden können? Um diese und andere Fragen ging es bei einer gemeinsamen Veranstaltung des OECD Berlin Centre und des IAB.

Interessierte können die Anhörung am Montag, dem 23. Februar 2026, 14:00 Uhr, live im Parlamentsfernsehen bzw. auf der Website des Bundestages unter www.bundestag.de verfolgen. Sie steht anschließend in der Mediathek zur Verfügung.

Dem CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann geht die neue Grundsicherung nicht weit genug. Er plädiert für stärkere Arbeitsanreize. Außerdem fordert er Änderungen bei der Einkommensteuer.

Gemeinnützige Jobs seien „ein seit Jahren etabliertes Instrument“, erklärt DLT-Präsident und Landrat Dr. Achim Brötel gegenüber BILD. Die Landkreise und Städte könnten sie „für Asylbewerber bereits heute nutzen“.

Die Vorschläge der Sozialstaatskommission stoßen weitgehend auf positives Echo. Aber sind sie überhaupt umsetzbar? Sozialrechtlerin Katja Robinson − bis 2025 leitete sie das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln − erklärt, warum Schwarz-Rot ihrer Meinung nach an einer Grundgesetzänderung nicht vorbeikommt – und warnt vor den Fallstricken einer Reform.

In den letzten drei Monaten haben drei zentrale politische Akteure – Bundesrat, Sozialstaatskommission sowie Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) – weitere Verschärfungen beschlossen, die für viele tausend EU-Zugewanderte Gesundheitsversorgung, Sozialleistungen und Kindergeld einschränken sollen. Dieses systematische Programm der Ausgrenzung und Abschottung führt unweigerlich zu massiven Diskriminierungen.

Der deutsche Arbeitsmarkt leidet unter konjunktureller Schwäche, nicht durch KI-Einsatz. Nur wenige Stellenanzeigen erwähnen KI-Fähigkeiten, während sich eher die Aufgabenprofile wandeln.

Das Bundesinnenministerium hat in dieser Woche auf unbestimmte Zeit die Zulassung zu Integrationskursen gestoppt. Dies wird in Bremen alleine in diesem Jahr Auswirkungen auf rund 2.000 Menschen haben, insbesondere aus der Ukraine, Asylbewerber, Geduldete sowie Unionsbürger. Bundesweit sind etwa 130.000 Menschen betroffen.

Ein Blick auf die Entwicklung der Ausgaben der Jobcenter für „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ (§ 16i SGB II) im Bund und in den drei Stadtstaaten (Bremen, Hamburg und Berlin) bis Januar 2026

„Der aktuelle Zulassungsstopp zu den Kursen ist ein riesiger Skandal!“, erklärt Detlef Zunker,Weiterbildungsexperte der GEW Hamburg. „Die Gelder sind im Bundeshaushalt bewilligt, finanzielle Gründe können also nicht der Hintergrund sein. Hier wird Integration sehenden Auges blockiert.“