Krise oder Demografie – Wer ist schneller?

Industriearbeitsplätze gehen verloren, Unternehmen bauen Stellen ab. Gleichzeitig scheiden immer mehr Baby-Boomer aus dem Erwerbsleben aus. Geht uns die Arbeit aus oder gehen uns die Arbeitskräfte aus? Ein Kommentar von Michael Böhmer, Chefvolkswirt und Managing Partner des Forschungs- und Beratungsunternehmens Prognos.

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Nirgendwo sind weniger Mütter erwerbstätig als in Bremen

Im Land Bremen ist nur jede zweite Mutter mit einem Kind zwischen drei und sechs Jahren berufstätig. Das zeigt eine neue Analyse der Arbeitnehmerkammer. Frauen leisten mehr Sorgearbeit, -ver¬dienen oft weniger und sind schlechter abgesichert. Die Benachteiligung von Müttern auf dem Arbeitsmarkt ist in Bremen besonders groß – auch weil die Betreuungslücken am größten sind.

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Beschäftigungswachstum wird von ausländischen Arbeitnehmern getragen

Der demografische Wandel verändert den deutschen Arbeitsmarkt grundlegend. Die Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften trägt maßgeblich dazu bei, die Folgen dieser Entwicklung abzufedern. Das Beschäftigungswachstum wird seit 2024 ausschließlich von ausländischen Beschäftigten getragen, während sich die Beschäftigungsentwicklung deutscher Staatsangehöriger infolge der demografischen Alterung zunehmend abschwächt.

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Steigende Gewerbemieten gefährden soziale Infrastruktur

Die aktuelle Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) „Soziale Infrastruktur unter Druck – Gewerbemieten in der Freien Wohlfahrtspflege“ macht deutlich: Genau diese Voraussetzung gerät zunehmend in Gefahr. Steigende Gewerbemieten, hohe Nebenkosten und unzureichende Refinanzierung belasten gemeinnützige Träger erheblich und gefährden die langfristige Sicherung sozialer Infrastruktur.

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Beschäftigung Geflüchteter in deutschen Betrieben

Im Mittelpunkt steht ein Vergleich zweier Phasen der Fluchtmigration nach Deutschland: die Jahre 2017 und 2018, also nach Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2015, sowie die Jahre 2022 bis 2025, also nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Neben der zeitlichen Entwicklung wird die strukturelle Verteilung der Geflüchteten auf Branchen, Sektoren, Betriebe unterschiedlicher Größe sowie Regionen betrachtet.

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Was durch KI verloren geht

Der Einsatz moderner Techniktools und künstlicher Intelligenz schreitet voran. Darüber vergessen wir, was früher tatsächlich mal besser war – ohne KI. Auf der anderen Seite des Atlantiks lehnt sich in diesen Tagen der US-Senator Bernie Sanders gegen eine andere Amnesie auf: Temperamentvoll erinnert er daran, dass das Wissen, die Erfahrungen und die konstruktive Macht, die in den Computersystemen steckt, auf der Arbeit der gesamten Gattungsgeschichte ruht.

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