
Corona bringt die betriebliche Weiterbildung zum Erliegen. Lernen via Videochat hat sich nicht bewährt. Nun sollen es Videospiele richten. Kann das funktionieren?

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Corona bringt die betriebliche Weiterbildung zum Erliegen. Lernen via Videochat hat sich nicht bewährt. Nun sollen es Videospiele richten. Kann das funktionieren?

„Der massive Einsatz von Kurzarbeit hat stärkere Anstiege der Arbeitslosigkeit und Beschäftigungsverluste verhindert“, sagte der Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Daniel Terzenbach, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

„Auch wenn die Arbeitslosenzahlen nur moderat steigen, ist die Krise am Arbeitsmarkt nicht vorbei. Zwar gab es noch keine größere Entlassungswelle, noch trägt die Kurzarbeit durch die Krise“, sagte Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied, zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Die aktuellen Daten für Juli 2020, zusammengestellt vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ).

Die Umstellung der Bildungs- und Beschäftigungsbranche sowie der Sprachenschulen auf Unterricht und Coaching mit digitalen Medien erfordert trotz Mindereinnahmen einen enormen finanziellen Mehraufwand. Hierfür sind bislang keine Fördermittel bereitgestellt worden und es erfolgt keine Kompensation der entstandenen Mehrkosten.

Die EU-Kommission will mit einem Maßnahmenpaket die Jugendbeschäftigung erhöhen und schlägt eine Kompetenzagenda vor. Das Handwerk begrüßt das, mahnt aber auch zur Wachsamkeit. Das System der beruflichen Bildung in Deutschland dürfe nicht verwässert werden.

„Der Negativtrend am Arbeitsmarkt scheint weitgehend gestoppt zu sein. Die Arbeitsagenturen erwarten, dass das Gröbste vorerst geschafft ist“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Lohnuntergrenze möglichst bald auf zwölf Euro anheben. Der Vorsitzende der zuständigen Kommission ist skeptisch.

Die Arbeitswelt verändert sich durch die Coronakrise erheblich. Neue Formen werden ausprobiert, Arbeiten im Homeoffice gewinnt an Bedeutung. All das könne funktionieren, es gehe dabei aber auch viel verloren. Arbeit sei auch immer etwas Soziales, sagte die Philosophin Lisa Herzog , Professorin am Centre for Philosophy, Politics and Economics der Universität Groningen, im Deutschlandfunk.

Vermögen ist in Deutschland noch ungleicher verteilt, als gedacht. Armutsforscher und Hinz&Kunzt-Beirat Harald Ansen erklärt im Interview die Folgen und welche Maßnahmen für mehr Vermögensgerechtigkeit sorgen würden.

Die UN-Entwicklungsbehörde wünscht ein temporäres Grundeinkommen für die Ärmsten. Es könne Ansteckungen mit Covid-19 verhindern.

Wegen Corona schlägt die UNO ein Grundeinkommen für Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern vor. Fraglich sei, ob das realistisch finanziert werden könne, sagte der Entwicklungsökonom Axel Dreher im Deutschlandfunk.

Die ersten Firmen stellen wieder ein. Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, glaubt im Interview mit der ZEIT nicht an eine große Entlassungswelle.

Seit Jahren ist Kinderarmut eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland. Die Analyse der Bertelsmann Siftung zeigt, dass es im bundesweiten Durchschnitt keine grundlegende Verbesserung gab. Die Corona-Krise droht das Problem der Kinderarmut zu verschärfen.

Bei ihrer ersten Videokonferenz während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sprachen die Arbeits- und Sozialminister*innen über Lehren aus der COVID-19-Pandemie. Im Zentrum stand die Frage, welchen Beitrag soziale Sicherungssysteme und besserer Arbeitsschutz zur wirtschaftlichen und sozialen Erholung der EU leisten können.

In Deutschland arbeiten knapp zehn Millionen Menschen für weniger als zwölf Euro pro Stunde. Im Osten ist ihr Anteil laut Statistischem Bundesamt höher als im Westen.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband wirft der Bundesregierung „unverschämtes Kleinrechnen“ der Regelsätze in Hartz IV vor. In einer aktuellen Stellungnahme kritisiert der Verband den Referentenentwurf aus dem BMAS zur anstehenden Neuermittlung der Regelsätze in der Grundsicherung scharf.

Im Zeitraum von zweieinhalb Jahren ab Beginn des ersten Arbeitsverhältnisses waren 58 Prozent der zuvor Langzeitarbeitslosen mehr als zwei Jahre und damit mindestens 80 Prozent dieser Zeitspanne beschäftigt. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Wie lange wirkt Corona am Arbeitsmarkt nach? Detlef Scheele, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, glaubt, dass es ohne große Entlassungswelle gehen wird.