Der Deutsche Landkreistag hat weitere Vorschläge zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit vorgelegt. In Bezug auf den Ausbau des Sozialen Arbeitsmarktes begrüßte er das geplante SGB II-Teilhabechancengesetz mit neuen Regelinstrumenten für Langzeitarbeitslose Menschen.
Der Mindestlohn hilft dem ganzem Land
Im Report des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans -Böckler-Stiftung wird gezeigt, die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns habe mit dazu beigetragen, dass Deutschland auf einem stabilen Wachstumskurs ist, der nicht nur auf Exporterfolgen, sondern auch auf einem stabilen Wachstum der Binnennachfrage, dank einer besseren Lohnentwicklung, beruht.
Zu beobachten sei auch ein nennenswerter Struktureffekt weg von Minijobs hin zu zusätzlicher sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, wobei sich das Arbeitsvolumen in Stunden kaum veränderte.
Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsfähige Leistungsberechtigte: Ländervergleich Juni 2018 (mit bremischen Städten)
Lt. Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) reichten im Ländervergleich die Veränderungsraten bei den Arbeitsuchenden von -11,2 Prozent in Brandenburg (BB) bis -3,3 Prozent im Land Bremen (HB), bei den registrierten Arbeitslosen von -10,1 Prozent in Brandenburg (TH) bis -2,4 Prozent im Land Bremen (HB) und bei den nicht arbeitslosen Arbeitsuchenden von -14,5 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern (MV) bis -2,9 Prozent in Schleswig-Holstein (SH).
Ratgeber für Alleinerziehende ist aktualisiert und neu aufgelegt
Der Ratgeber „Alleinerziehend in Bremen? Finanzielle Hilfe im Überblick“ ist jetzt wieder zu haben – die Neuauflage wurde um das neue Unterhaltsvorschussgesetz aktualisiert. Auf 50 Seiten schlüsselt die Broschüre staatliche Leistungen und Angebote anderer Stellen in Tabellenform auf, fokussiert auf die jeweilige Lebenssituation Alleinerziehender.
Kaum Zugang zum Arbeitsmarkt
Alleinerziehende sind hoch motiviert und wollen auf eigenen Beinen stehen, sagt Ingo Schierenbeck, Bremer Arbeitnehmerkammer, in einem Interview mit der tageszeitung (taz).
Diskussion, unter anderem mit Ingo Schierenbeck, Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) und CDU-Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder.
Dienstag, 26.06.2018, 17 Uhr, Festsaal der Bürgerschaft
Bildungsabschlüsse und berufliche Qualifikation von ALG-II-Empfängern
Die Bundesregierung hat eine kleine Anfrage der Fraktion der AfD geantwortet. Ungeachtet der politischen Implikation dieser Anfrage liefert die Bundesregierung auf gesamtstaatlicher Ebene Daten zum Ist-Stand und der Wirkung von Weiterbildungsmaßnahmen.
Stellungnahme der bag arbeit zum Referentenentwurf
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit e.V. (bag arbeit) hat eine Stellungnahme zum Referentenentwurf im Gesetzgebungsverfahren zur Schaffung neuer Teilhabechancen für Langzeitarbeitslose auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt vorgelegt
(Teilhabechancengesetz – Stand 11. Juni 2018) .
Neuer Referentenentwurf: 10. SGB II-ÄndG – Teilhabechancengesetz
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat am 11. Juni 2018 einen neuen Referentenentwurf für das neue Arbeitsmarktinstrument des Bundes für Langzeitarbeitslose vorgelegt. Die Vorgängerversion hatte als Erstelldatum den 31.05.2018.
Folgende substanzielle Änderungen prägen diesen neuen Entwurf gegenüber der Vorgängerversion:
- Bei Maßnahmen nach § 16e Zweites Buch Sozialgesetzbuch soll nur noch der pauschalierte Anteil des Arbeitgebers am Gesamtsozialversicherungsbeitrag und nicht mehr der Beitrag zur Arbeitsförderung berücksichtigt werden.
- Der Lohnkostenzuschuss für Maßnahmen nach § 16i Zweites Buch Sozialgesetzbuch soll sich nun am gesetzlichen Mindestlohn und nicht mehr am Arbeitsentgelt (Tariflohn) bemessen.
Referentenentwurf im Änderungsmodus gegenüber der Vorgängerversion anschauen
Berufswechsler: Veränderung, Aufbruch, Risiken
Im Auftrag der Arbeitnehmerkammer Bremen wurde eine Studie erstellt: Wie viele Menschen wechseln in Deutschland ihren Beruf und welche Motive gibt es dafür? Wie wirken sich Berufswechsel etwa auf Einkommen, Zufriedenheit und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben aus?
Am Dienstag, 19.06.2018 um 18 Uhr im Focke-Museum in Bremen geht Elke Heyduck (Geschäftsführerin der Arbeitnehmerkammer Bremen) in den Dialog mit Berufswechslern und André Holtrup (Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen), dem Autor der Studie „Berufswechsel – Chancen und Risiken“.
Anschließend Rundgang durch die Foto-Ausstellung „Arbeit sehen. Ilker Maga“ mit Ilker Maga. Eine Kooperationsveranstaltung vom Focke-Museum und der Arbeitnehmerkammer.
Zum Referentenentwurf der Bundesregierung „Teilhabechancengesetz“
Das Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe hat eine Stellungnahme zum Referentenentwurf für das neue Arbeitsmarktinstrument des Bundes für Langzeitarbeitslose (10. SGB II-ÄndG – Teilhabechancengesetz) vorgelegt.
„Arbeit ist für mich nichts Solidarisches“
Der Regionalchef der Bundesagentur für Arbeit, Christian Rauch, warnt vor überzogenen Erwartungen in staatlich geförderte Beschäftigungsformen. Für einen kleinen Teil der Betroffenen kann der soziale Arbeitsmarkt aber eine neue Chance sein.
Im Gespräch erläutert Christian Rauch, der Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Baden-Württemberg, was einer Vermittlung im Wege steht und wie dennoch eine Eingliederung gelingen kann.
Zuweisung und Ausgaben für „SGB II-Eingliederungsleistungen“ 2012 bis Mai 2018
Lt. Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) wurden in den 12 Monaten von Juni 2017 bis Mai 2018 von den Jobcentern („gemeinsame Einrichtungen“ von Bundesagentur für Arbeit und Kommunen) noch etwa 2,336 Milliarden Euro für „Leistungen zur Eingliederung nach dem SGB II“ ausgegeben.
Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen am 13.06.2018
Auf dieser Sitzung beschäftigt sich die Deputation u.a. mit der Fachkräftesicherung in der Altenpflege und dem ESF-Programm für Menschen mit Migrationshintergrund als weitere Maßnahmen im beschäftigungspolitischen Aktionsprogramm (BAP).
Beschäftigungspolitisches Aktionsprogramm: Fachkräftesicherung in der Altenpflege
Vorlage Nr. 19/489-L
Beschäftigungspolitisches Aktionsprogramm: ESF-Programm für Menschen mit Migrationshintergrund, speziell geflüchtete Menschen zur Integration in Ausbildung und Beschäftigung, inkl. Sprachförderung „Integration in Bremen und Bremerhaven“
Vorlage Nr. 19/492-L
Drei Jahre Jugendberufsagentur in der Freien Hansestadt Bremen – Bericht zum Sachstand
Vorlage Nr. 19/520-L
Fortsetzung der Ausbildungsgarantie – Bereitstellung von Landesmitteln für die Jahre 2018 bis 2022
Vorlage Nr. 19/506-L
Förderung für Langzeitarbeitslose: Details zum neuen Regelinstrument
Das Arbeitsministerium plant eine Reform der Förderungen für Langzeitarbeitslose und Langzeitbeziehende von Hartz IV. Hierfür soll das Regelinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ geschaffen werden und Lohnkostenzuschüsse für Langzeitarbeitslose vereinfacht werden, wie aus einem Referentenentwurf hervorgeht.
Der große Wurf oder ein Tropfen auf den heißen Stein?
Referentenentwurf: 10. SGB II-ÄndG – Teilhabechancengesetz
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat am 1. Juni mit einer Pressemitteilung den Referentenentwurf für das neue Arbeitsmarktinstrument des Bundes für Langzeitarbeitslose vorgestellt.
Der Referentenentwurf selbst ist noch nicht auf der WebSite des BMAS einsehbar. Hier eine Fassung mit Bearbeitungsstand vom 31.05.2018, 10:32 Uhr.
Teilhabe am Arbeitsleben jetzt verwirklichen
Der Deutsche Verein weist darauf hin, dass es – obwohl der Arbeitsmarkt in Deutschland boomt – erwerbslose Leistungsbeziehende in prekären Lebensumständen gibt, für die das neue Regelinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“ keine realistische Option darstellt. Für diese Personen sollen rechtskreisübergreifend weitergehende individuelle persönliche Hilfen sowie niederschwellige Möglichkeiten der Beschäftigung und der Tagesstrukturierung geschaffen werden, die eine Brücke zur sozialen und arbeitsmarktlichen Integration bilden können.
Der Deutsche Verein hat auf dieser Grundlage Empfehlungen für ein neues Regelinstrument im SGB II veröffentlicht.
Flüchtlinge in Arbeit
Dass inzwischen jeder vierte Flüchtling einen Beruf ausübt, geht nicht nur gegen die Prognose, dass die erste geflüchtete Generation keine Chance hat, schreibt die FAZ. Nun scheint es, als wäre die Sorge gar nicht so schwerwiegend. Die Bundesagentur für Arbeit meldet erstaunliche Zahlen.
Fördern statt fordern
Jürgen Schupp, Professor für Soziologie an der FU Berlin und Vize-Direktor der Längsschnittstudie Sozi-oekonomisches Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, schreibt in der SZ, im Zweiklang von Fördern und Fordern habe das Fordern die Oberhand gewonnen, während das Fördern zunehmend kleingeschrieben wird.
Zuwanderungsmonitor Mai 2018
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liefert aktuelle Daten und Indikatoren.
Heil plant 150.000 geförderte Stellen für Langzeitarbeitslose
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, SPD, will Langzeitarbeitslose in sozialversicherungspflichtige Jobs bringen, indem er künftigen Arbeitgebern einen Zuschuss zu den Lohnkosten zahlt. Der Deutsche Arbeitgeberverband sowie Arbeitsmarktökonomen kritisieren, der Vorstoß setze falsche Anreize für Arbeitslose.

