
Sarah-Lee Heinrich wuchs mit Hartz IV auf – und weiß, wie schwierig es ist, aus dem System auszusteigen. Nun kämpft sie für sich und andere.

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Sarah-Lee Heinrich wuchs mit Hartz IV auf – und weiß, wie schwierig es ist, aus dem System auszusteigen. Nun kämpft sie für sich und andere.

Im September 2018 startete das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Zukunftsdialog „Neue Arbeit – Neue Sicherheit“. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Stakeholdern sowie Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Praxis wurden zentrale Herausforderungen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik diskutiert und Lösungsvorschläge zur künftigen Gestaltung der Arbeitswelt und des Sozialstaates erarbeitet. Nun liegen die Ergebnisse vor.

In Deutschland finden Ausbildungsbewerber und Betriebe immer schwieriger zueinander. Konnten 2009 rund 17.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden, obwohl es noch 93.000 unvermittelte Bewerber gab, stehen 2018 fast 58.000 unbesetzten Ausbildungsplätzen noch 78.000 suchende Bewerber gegenüber.
Das geht aus dem Ländermonitor berufliche Bildung 2019 der Bertelsmann Stiftung hervor.

Seit 2013 wurde das Budget der Jobcenter für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen jedes Jahr erhöht. 2018 standen den Jobcentern insgesamt über 4,07 Milliarden Euro zur Verfügung. Für diesen Zweck ausgegeben haben sie jedoch lediglich 3,07 Milliarden Euro – ein Viertel des Budgets für Förderungen wurde also nicht für den eigentlichen Zweck genutzt.

Die vorliegende Studie analysiert die aktuelle Situation auf dem Pflegearbeitsmarkt in Niedersachsen und Bremen. Die Pflegebranche und die zentralen Pflegeberufe werden dabei auf der Basis von Datenquellen der Bundesagentur für Arbeit nach wirtschafts- und berufsfachlichen Abgrenzungen definiert.

Die Studie „Unerhört! Langzeitarbeitslose Nichtwähler melden sich zu Wort“ geht aus einer im Jahr 2016 durchgeführten, sehr unkonventionellen Forschungsprojekt hervor.
Es ging um die Frage des Nichtwählens bei Langzeitarbeitslosen, denn die Statistiken weisen klar aus, dass dies die Gruppe mit der geringsten Wahlbeteiligung ist. Uns ging es darum zu fragen: Was sind die Gründe dafür?

Knapp 14.000 Personen waren im April in einem durch das Teilhabechancengesetz geschaffenen Arbeitsstelle sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Über ein Drittel der Beschäftigten arbeitete als Fachkraft. Rund die Hälfte besetzte eine Helferstelle. Förderungen von Stellen in der Leiharbeit waren die Ausnahme.

Von den Jobzuwächsen der vergangenen Jahre haben Frauen stärker profitiert als Männer. Das geht aus den neusten Daten des „Kammer-Kompakts“ zur Situation von Frauen auf dem Bremer Arbeitsmarkt hervor.
Von den seit 2008 rund 43.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen im Land Bremen gingen mehr als die Hälfte an Frauen. Damit stieg der Frauenanteil bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf inzwischen 43,9 Prozent. Im Bundesländervergleich ist er allerdings mit Abstand am niedrigsten.

Aktuelle Teilhabe- und Qualifizierungsperspektiven auf dem Prüfstand: Jahrestagung der bag arbeit am 19./20. November 2019 in Berlin.
Ein knappes Jahr nach der Einführung soll sich auf der Jahrestagung kritisch mit dem Gesetz und ersten Umsetzungserfahrungen auseinandergesetzt werden.

Im ergänzten Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2020 sind für „Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende“ Bundesmittel in Höhe von insgesamt 36,550 Milliarden Euro veranschlagt, 768 Millionen Euro weniger als im Bundeshaushalt 2019.

Der Landkreis Osterholz hat jetzt aktuelle Zahlen zu Klagen und Widerspruchsverfahren gegen Hartz-IV-Bescheide vorgelegt. Laut Verwaltung liegen die Werte weiterhin unter der niedersächsischen Landesquote.

Der größte Etat im Bundeshaushalt ist der für Arbeit und Soziales. Der Bundestag hat jetzt darüber debattiert. Alle Parteien warnen vor einer Rezession mit negativen Folgen für den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme. Es herrscht jedoch Streit darüber, wie der Staat darauf reagieren soll.

Schon seit Jahren dümpelt der Wert der Mitarbeiter, die sich voll mit ihrem Unternehmen identifizieren bei weniger als einem Fünftel. Und jetzt kommt auch noch die Digitalisierung.

Die Bundesregierung diskutiert derzeit verschiedene Konzepte zur Grundrente. Damit soll die Altersarmut bekämpft werden.Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung haben diese Konzepte nun untersucht, mit durchwachsenen Ergebnissen. Laut der Untersuchung sind die Auswirkungen der Grundrente überschaubar, die Kosten teilweise sehr hoch. Die Wissenschaftler schlagen deshalb einige Änderungen vor.

Arbeitsmarktforscher Enzo Weber (IAB) erklärt, warum die größte Herausforderung für den Arbeitsmarkt nicht eine kurzfristige Rezession, sondern die Demografie ist und wie Unternehmen damit umgehen können.

„Was jemand heute gelernt hat, wird nicht für die nächsten 50 Jahre halten“, sagt Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen. In Zeiten der Digitalisierung ergeben sich neue Berufsbilder, Wettbewerber und Geschäftsmodelle – und viele Fragen bei Unternehmern, die die Expertin exklusiv für Faktor-A-Leser beantwortet hat.

Das Teilhabechancengesetz fördert Arbeitgeber bei der Integration von Langzeitarbeitslosen. Dass diese Maßnahme Früchte trägt, zeigen Beispiele wie das der 59-jährigen Birgit Rothe, die nach 30 Jahren wieder in Lohn und Brot steht.

Bremen setzt sich im Bundesrat dafür ein, dass der Bund seine Deutschkursangebote für Flüchtlinge neu strukturiert und verbessert. Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat in seiner Sitzung am 10. September 2019 beschlossen, die Entschließung des Bundesrates „Deutschkurse für Migrantinnen und Migranten erneuern“ als Mitantragsteller in den Bundesrat einzubringen.

Das „Solidarische Grundeinkommen“ in Berlin ist angelaufen. Erwerbsloseninitiativen halten die Idee des Regierenden Bürgermeisters für einen schlechten Scherz.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), wertet die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt als Erfolg.