
Jugendliche sollen besser aufs Berufsleben vorbereitet werden, fordert Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit. Sie hat Recht – denn der Mangel an Fachkräften wird sich weiter verschärfen.

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Jugendliche sollen besser aufs Berufsleben vorbereitet werden, fordert Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit. Sie hat Recht – denn der Mangel an Fachkräften wird sich weiter verschärfen.

Die Chefin der Bundesagentur für Arbeit will Schüler*innen stärker in den Arbeitsmarkt nötigen. Diese sollten dagegen etwas tun, nämlich: nichts.

Arbeitsminister Heil will junge Arbeitslose künftig von Arbeitsagenturen betreuen lassen. Einige Jobcenter kritisieren das Vorhaben als „unsinnig“ und rein „haushaltspolitisch“ motiviert.

Mehr als eine halbe Million junger Leute in Deutschland tun laut offizieller Statistik: gar nichts. Müssen wir uns aufregen?

Gemeinsam hatten 16 Landkreise und kreisfreie Städte und deren zuständige Dezernentinnen und Dezernenten in Hessen eine gemeinsame deutliche Positionierung gefunden. „Uns treibt die Sorge um, dass sowohl die Kürzungen in den Mitteln für Eingliederungsleistungen in den Arbeitsmarkt als auch die Verantwortungsverschiebung einseitig hin zu der Arbeitsagentur an der Lebensrealität der Menschen vor Ort vorbei geht und grundlegend Strukturen, die Menschen auf dem Weg in Arbeit helfen, zerstört werden.

Gegen einen „sozialpolitischen Kahlschlag im Entwurf des Bundeshaushaltes“ wendet sich eine Resolution, die die Wuppertaler Grünen gemeinsam mit SPD, CDU und Linken in den Sozialausschuss eingebracht haben.

Angesichts des Arbeitskräftemangels können wir es uns nicht mehr leisten, dass Millionen junge Menschen dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt fernbleiben. Was jetzt getan werden muss. Ein Gastbeitrag. Guido Paar, Friseurunternehmer, Trainer und Mitglied im Vorstand des Verbands Intercoiffure Deutschland.

Dieses Vorhaben stellt nicht die Bedürfnisse der 700.000 betroffenen jungen Menschen in den Fokus, sondern folgt insbesondere haushaltspolitischen Überlegungen. Eine Übertragung der Zuständigkeit geht nach Überzeugung des Paritätischen Gesamtverbandes auf Kosten einer ganzheitlichen Beratung und Betreuung.

Der Bund will sparen. Auch bei den Mitteln für die Jobcenter. Ein Trick soll den Fiskus vor allem bei der Betreuung von arbeitslosen Jugendlichen entlasten. Karl-Josef Laumann zeigt sich empört.

Die GRÜNE Ratsfraktion in Wuppertal hat gemeinsam mit SPD, CDU und DIE LINKE eine Resolution eingebracht, die zunächst im Sozialausschuss und danach im Stadtrat diskutiert und beschlossen wird.

Ende 2022 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 11,6 Prozent in sogenannten SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV). In den 16 Ländern reicht diese Quote im Dezember 2022 von 5,8 Prozent in Bayern bis 25,1 Prozent im Land Bremen.

Aktuell sind noch rund 228.000 gemeldete Ausbildungsstellen unbesetzt. Jugendliche haben also auch jetzt noch eine große Auswahl an freien Ausbildungsplätzen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat seinen Jahresbericht 2022 veröffentlicht. Er informiert über die wichtigsten Entwicklungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie über die Höhepunkte der Arbeit des BIBB im vergangenen Jahr.

Eine DIHK-Studie zeigt, dass sich ein IHK-geprüfter Abschluss der höheren Berufsbildung immer mehr auszahlt. Diese Erfahrung hat auch Tolga Bas nach seiner Fortbildung zum geprüften Industriefachwirt gemacht.

Anteil junger Menschen, die überwiegend von eigener Erwerbstätigkeit leben, binnen 30 Jahren von 50 % auf 38 % gesunken.

Mit Blick auf den Fachkräftemangel und die Transformation der Wirtschaft fordert der baden-württembergische SPD-Chef Andreas Stoch eine Reform der beruflichen Weiterbildung.

Viele Menschen arbeiten in der Stadtverwaltung Dortmund und sorgen dafür, dass das Leben in der City funktioniert. Damit das so bleibt, will die Stadt weiterhin eine gute Arbeitgeberin sein und hat deshalb im vergangenen Jahr einen Aktionsplan entwickelt. Dieser wird jährlich fortgeschrieben und um weitere aktuelle Maßnahmen ergänzt.

Durch Automatisierung könnte selbst ein Teil des Jobs von Andrea Nahles wegfallen. Im Interview erklärt sie, weshalb ihr das keine Angst macht – und keinem machen sollte.

Die Bundesregierung muss sparen – auch Arbeitsminister Heil. Sein Plan: Die Berufsförderung für junge Bürgergeldempfänger soll nicht mehr aus Steuermitteln finanziert werden. Die Länder laufen dagegen Sturm.

Seit 2013 wuchs diese Zahl um rund 380.000 Beschäftigte. Mit einem Beschäftigungsplus von 60 Prozent ist die Zahl der Beschäftigten weitaus stärker gewachsen als die Beschäftigung insgesamt. Diese stieg in den vergangenen zehn Jahren um 16 Prozent an.