
Mehr als eine halbe Million junger Menschen arbeitet nicht, macht keine Ausbildung, studiert nicht – und das, obwohl es viele offene Stellen gibt. Wer sind sie und wo liegen die Gründe?

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Mehr als eine halbe Million junger Menschen arbeitet nicht, macht keine Ausbildung, studiert nicht – und das, obwohl es viele offene Stellen gibt. Wer sind sie und wo liegen die Gründe?

Im August dieses Jahres gab es 2,7 Millionen Arbeitslose und rund 900.000 Erwerbsfähige, die als unterbeschäftigt galten. Doch das ist nur scheinbar ein Widerspruch, denn vier Gründe sorgen dafür, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland teilweise schwer abzubauen ist.

Als langjähriger Mitarbeiter des Migrationsbüros im Kulturzentrum Lagerhaus setzt sich Recai Aytas für die Vernetzung der dort angesiedelten migrantischen Vereine, Initiativen und Arbeitsgruppen ein. Zudem war Recai Aytas an der Gründung des Bremer Rates für Integration (BRI) beteiligt, in dem er 16 Jahre aktiv war.

Ein Blick auf die Entwicklung der Zahl der im Vierteljahresdurchschnitt Erwerbstätigen in den drei Stadtstaaten (HB, HH und BE) und der Bundesrepublik Deutschland (DE) vom zweiten Vierteljahr 2008 bis zum zweiten Vierteljahr 2023.

Die staatlichen Maßnahmen für Jugendliche, die keine Ausbildung finden, sind insgesamt zu ineffektiv, kritisiert Dieter Euler, emeritierter Professor für „Educational Management“ an der Universität St. Gallen. Er plädiert für einen neuen Ansatz: Mehr Jugendliche sollen direkt in eine Ausbildung, und nur die, die es wirklich brauchen, gesondert vorbereitet werden.

Jede nachhaltige und potenzialadäquate Integration in den Arbeitsmarkt trage dazu bei, den Fachkräftebedarf für Deutschland zu sichern. Das Bundesarbeitsministerium und die Bundesagentur für Arbeit wollen deshalb eine Reihe von Maßnahmen mit dem Ziel umsetzen, die Integrationsverläufe für Geflüchtete zu beschleunigen.

Auf Basis der neuen Studienergebnisse von René Böhme, Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw) an der Uni Bremen, wollen wir gemeinsam mit Ihnen einen genaueren Blick auf die Anerkennungsprozesse im Land Bremen richten und Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren.

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, hat heute angekündigt, die Vermittlung von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt beschleunigen zu wollen. Gleichzeitig kürzt er ihnen die Mittel zur Eingliederung um 700 Millionen Euro.

Von Oktober 2022 bis September 2023 haben die Jobcenter dafür insgesamt 717,9 Millionen Euro ausgegeben, ein Jahr zuvor waren es insgesamt 724,3 Millionen Euro, zwei Jahre zuvor noch insgesamt 731,1 Millionen Euro.

Von Oktober 2022 bis September 2023 wurden von den Jobcentern 8,5 Prozent mehr als 2021 und 4,2 Prozent) mehr als 2022, aber immer noch 2,6 Prozen) weniger als 2019 ausgegeben.

Ohne bessere Arbeitsbedingungen werden sie nicht zurückkommen – und die Branche wird generell nicht attraktiver für Arbeitskräfte. Neben weiteren Verbesserungen bei der Bezahlung spielt dabei eine berechenbare Arbeitsorganisation eine wichtige Rolle, ergibt eine neue Studie für die Hans-Böckler-Stiftung.

Unter den Staaten der Europäischen Union (EU) sind die Unterschiede in Hinblick auf Bildung und Weiterbildung sehr groß.

Das Forschungsprojekt „Planung und Gestaltung von Ausbildung im Kontext des Lernens im Prozess der Arbeit“ untersuchte die Frage, wie Betriebe ihre Ausbildung planen und gestalten.

Jetzt warnt Arbeitsexperte Professor Friedrich Schneider (Uni Linz) in BILD: Für Bürgergeld-Empfänger lohnt sich unter Umständen die Schwarzarbeit viel mehr als ein regulärer Job! Die Folge: „Ich schätze, dass rund ein Drittel der erwerbsfähigen Bürgergeld-Bezieher schwarz dazu verdienen“, so Schneider. Eine enorme Zahl!

Wie viele Angestellte in Deutschland hängen ihren Job an den Nagel, weil sie lieber Bürgergeld kassieren, statt zu arbeiten? Eine neue Umfrage unter Reinigungsfirmen zeigt jetzt: Es sind leider gar nicht so wenige!

Nicht nur an Grundschulen fehlen Lehrkräfte, sondern auch an Weiterbildungseinrichtungen. Durch die Pandemie haben viele ihren Job aufgegeben und sich umorientiert. Angéla van den Boom berichtet im Interview von den Herausforderungen der Branche.

Es gehe darum, Menschen ohne fachliche Qualifikation eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu geben, sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Montag beim offiziellen Start der Projekte.

Mit einem Empfang in dem Kaminsaal des Bremer Rathauses haben Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Staatsrätin für Arbeit Karin Treu am 16. Oktober 2023 die Gäste zur Auftaktveranstaltung des Projekts „BIWAQ V – Mit Rückenwind in den Arbeitsmarkt“ begrüßt.

Der Landesvorstand der CDU Bremen hat zusammen mit der CDU-Bürgerschaftsfraktion in einer mehrtägigen Klausurtagung weitere Kernthemen der nächsten Jahre für die politische Arbeit festgelegt.
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10-Punkte-Plan zur Arbeitskräftesicherung lesen

Arbeiterwohlfahrt (AWO), Diakonie Deutschland und der Paritätische warnen angesichts der Kürzungspläne im Bundeshaushalt vor einem Zusammenbruch der sozialen Infrastruktur.