
Nur wenige Staaten erreichen das von der EU anvisierte Ziel einer Tarifbindung von 80 Prozent. In der Mehrzahl der Staaten wird hingegen nur eine Minderheit der Beschäftigten durch Tarifverträge geschützt.

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Nur wenige Staaten erreichen das von der EU anvisierte Ziel einer Tarifbindung von 80 Prozent. In der Mehrzahl der Staaten wird hingegen nur eine Minderheit der Beschäftigten durch Tarifverträge geschützt.

Die Frühjahrsbelebung auf dem Jobmarkt bleibt wohl aus. Eine auf KI basierende Datenanalyse zeigt, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften in einigen Branchen drastisch eingebrochen ist.

Die Experten der Recruiting-Plattform Stepstone haben ein neues Ranking veröffentlicht. Darin nennen sie Berufsgruppen mit den besten Einstiegsgehältern u.a. nach der Ausbildung.

Der Anteil der Beschäftigten, die in Betrieben mit Branchentarifvertrag arbeiten, lag im Jahr 2025 bei 42 Prozent und damit rund ein Viertel niedriger als vor 30 Jahren. In Westdeutschland arbeiteten hochgerechnet rund 43 Prozent und in Ostdeutschland etwa 34 Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb, der einem Branchentarifvertrag unterlag.

Auf dieser Sitzung der Deputation für Arbeit sind folgende Vorlagen aus arbeitsmarktpolitischer Sicht von Interesse:
Ausschöpfungsquote des Eingliederungstitels im Jobcenter
Bremen (Berichtsbitte der Fraktion der CDU)
Vorlage 21/7109
Controllingbericht 2025 (Gesamtjahr) für den Produktplan 31 –
Arbeit
Vorlage 21/7110
Vorlage 21/7110 Anlage
Abdeckung der Gerichtskosten im Zusammenhang mit dem
Ausbildungsunterstützungsfondsgesetz (AusbUFG)
Vorlage 21/7111
Bericht über die Nutzung der Aufstiegsfortbildungsförderung im
Land Bremen 2025
Vorlage 21/7112
Sachstandsbericht zum Klima Campus (Berichtsbitte der Fraktion
der CDU)
Vorlage 21/7113
Verbesserte Arbeitsbedingungen in der Paketzustellung
(Berichtsbitte der Fraktion Die Linke)
Vorlage 21/7114

Die Zahlungsansprüche für das „Bürgergeld“ (netto), die die Regel- und Mehrbedarfe und die Kosten der Unterkunft (KdU) umfassen, sind in 2025 gegenüber dem Vorjahr um nominal 871 Millionen Euro (2,2 Prozent) auf 38,691 Milliarden Euro gesunken.

Neue empirische Evidenz für Deutschland zeigt, dass Beschäftigte in Berufen mit hoher Automatisierungsgefährdung seltener an Weiterbildung teilnehmen als Beschäftigte in weniger gefährdeten Tätigkeiten. Die Weiterbildungslücke betrifft insbesondere mittelqualifizierte und männliche Beschäftigte sowie zukunftsrelevante Kompetenzen wie IT- und soziale Fähigkeiten. Die Ergebnisse verdeutlichen einen Zielkonflikt zwischen betrieblicher Investitionslogik und gesamtwirtschaftlichem Qualifizierungsbedarf.

Für den Zugang von EU-Bürgern zu Sozialleistungen, der an eine Beschäftigung geknüpft ist, kommt es darauf an, ob diese sich auf die in den EU-Verträgen gewährleistete Arbeitnehmerfreizügigkeit berufen können. Das betont die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.

Für Soloselbstständige in der Weiterbildung und an Hochschulen soll es neue Regeln geben. Die GEW übt scharfe Kritik an dem Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums.

Entwicklung der Zahl der in öffentlich geförderter Aktivierung, Qualifizierung und Weiterbildung befindlichen Personen [SGB II und SGB III (Summe)] einschließlich März 2026. [Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA)].

Entwicklung der Zahl der in öffentlich geförderter Beschäftigung befindlichen Personen (SGB II) einschließlich März 2026. [Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA)].

Somit verdiente die Hälfte der Beschäftigten (Median) mehr oder genau diesen Betrag, während die andere Hälfte weniger erhielt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der mittlere Bruttojahresverdienst um 1 907 Euro.

Die aktuellen Daten für März 2026, zusammengestellt vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ).

„Im März beginnt wie üblich die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt – dieses Jahr allerdings ohne nennenswerten Schwung“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
Mitteilung lesen
Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt lesen

Das Bruttoinlandsprodukt ist im Land Bremen zwischen 2024 und 2025 preisbereinigt um 1,4 Prozent gewachsen. Nach Mitteilung des Statistische Landesamtes Bremen und des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ nahm die Wirtschaftsleistung im Zwei-Städte-Staat damit deutlicher zu als auf Bundesebene, wo der Zuwachs bei 0,2 Prozent liegt.

Manche Wege zurück in Arbeit dauern lange. Manche sind kompliziert. Und manche sehen von außen unmöglich aus – bis sie es plötzlich nicht mehr sind. Drei ehemalige Leistungsbeziehende aus Berlin erzählen, wie das bei ihnen war und sind damit ab April auf Plakaten in der ganzen Stadt zu sehen: in S-Bahn, U-Bahn, Bus und Tram oder auch auf den großen Bahnhöfen in der Berliner Innenstadt.

Im Februar 2026 ist eine neue Leadinitiative des Bundesbildungsministeriums gestartet. Mit der „Qualifizierungsoffensive: Deutschland packt’s an – mit einer starken beruflichen Bildung“ sollen mehr Fachkräfte gewonnen und ausgebildet werden. Anmerkung des Säzzers: Hat das jemand bemerkt?

Das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bleibt aus Sicht des Paritätischen deutlich hinter sozial gerechten Anforderungen zurück. Zentrale Maßnahmen wie ein Förderprogramm für soziale Einrichtungen fehlen weiterhin. Dadurch drohen steigende Belastungen für Träger und unterstützungsbedürftige Menschen.

Die Partner einer Bedarfsgemeinschaft können sich grundsätzlich die Betreuung von Kindern zeitlich aufteilen. Sie können sich aber nicht beide für dieselben Zeiträume auf Unzumutbarkeit berufen. Das erläutert die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur Frage der Zumutbarkeit einer Arbeitsaufnahme in der Grundsicherung.

„Ab dem Jahr 2026 erhalten die Jobcenter jährlich eine Milliarde Euro zusätzlich.“ (BMAS 05.03.2026) und „In den Jahren 2026 und 2027 ist nach ersten Prognosen mit einer sehr unterschiedlichen Finanzsituation zu rechnen: während für das Jahr 2026 ein sehr auskömmliches Budget zur Verfügung stehen wird, soll sich nach ersten Ankündigungen im Jahr darauf das Budget deutlich verringern. (Jobcenter Bremen, AMIP 2026/27).