
Arbeitslose, die nicht arbeiten wollen – dieses Bild taucht regelmäßig in TV-Dokus, politischen Debatten und sozialen Medien auf. Doch wie viel davon ist Realität? Und warum hält sich dieses Stereotyp so hartnäckig?

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Arbeitslose, die nicht arbeiten wollen – dieses Bild taucht regelmäßig in TV-Dokus, politischen Debatten und sozialen Medien auf. Doch wie viel davon ist Realität? Und warum hält sich dieses Stereotyp so hartnäckig?

Entwicklung der Zahl der in öffentlich geförderter Aktivierung, Qualifizierung und Weiterbildung befindlichen Personen [SGB II und SGB III (Summe)] einschließlich Mai 2026. [Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA)].

Die aktuellen Daten für Mai 2026, zusammengestellt vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ).

„Trotz eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit ist die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr nicht wirklich in Fahrt gekommen“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
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Mit der Chancenkarte wollte die Politik ausländische Fachkräfte anlocken, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Gekommen sind wenige. Es gibt aber auch Erfolgsgeschichten.

Der Staat hat im Jahr 2025 mehr für Geldleistungen zur Absicherung sozialer Risiken ausgegeben als im Vorjahr. Die Ausgaben des Staates insgesamt wuchsen im Jahr 2025 mit +5,7 % nur geringfügig schwächer als die monetären Sozialleistungen, sodass deren Anteil an den staatlichen Gesamtausgaben auf Vorjahresniveau bei 33,2 % verharrte.

Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, besuchte die Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen gGmbH (wisoak). Der Besuch bildete den Auftakt seiner Tour durch verschiedene Weiterbildungseinrichtungen.

Über den gesamten Beobachtungszeitraum 1995 bis 2024 liegt dieser Anteil der Sozialbeiträge am Arbeitnehmerentgelt zwischen 30,7 Prozent (1995 und 2019) und 32,1 Prozent (2009). Eine Tendenz zu einem steigenden Anteil der Sozialbeiträge am Arbeitnehmerentgelt ist in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung nicht zu erkennen.

Der aktuelle „OECD Skills Outlook“ zeigt, dass Bildungsniveau, Herkunft und berufliche Position immer noch darüber entscheiden, welche Chancen Menschen haben, an Weiterbildung teilzunehmen. Im Interview erläutert Helke Seitz vom OECD Centre for Skills, welche Muster sich in den Daten des Skills Outlook sowie weiterer OECD-Studien zeigen.

Personen mit hoher Bildung, wie etwa einem Hochschulabschluss, verzeichnen in Deutschland durchschnittlich die längste Lebenszeit in Erwerbsarbeit, gefolgt von Personen mit mittleren und niedrigen Bildungsabschlüssen.

Die Nominallöhne in Deutschland waren im 1. Quartal 2026 um 4,1 % höher als im Vorjahresquartal. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 2,2 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lagen die Reallöhne damit im 1. Quartal 2026 um 1,8 % höher als im Vorjahresquartal.

Fast jeder dritte deutsche Beschäftigte arbeitet in Teilzeit, vor allem Frauen. Doch auch mehr Männer reduzieren ihre Arbeitszeit.

Ziel der Fortbildung ist es, Handlungsmöglichkeiten einer inklusiven Unterrichtspraxis mit heterogenen Lerngruppen in Angeboten der Erwachsenenbildung zu erarbeiten.
Samstag, 20.06.2026, 10.00 bis 15.00 Uhr
Es sind noch Plätze frei; Anmeldung bis 10.06.2026 möglich

Die Migrationsdebatte schwankt auch in Mecklenburg-Vorpommern zwischen dem Thema Sozialmissbrauch und der Suche nach neuen Arbeitskräften. Konservative Politiker kritisieren illegalen Leistungsbezug, Wirtschaftsverbände warnen vor wirtschaftlichen Stillstand.

Matthias Voigt leitet das Jobcenter Mannheim. Er erklärt, warum fast die Hälfte der Bürgergeldempfänger Ausländer sind, wo die sozialen Brennpunkte liegen und wie dreist einige Leistungsbezieher den Staat austricksen.

Werden unsere Sozialsysteme vorsätzlich durch Zuwanderung ausgenutzt? Dr. Melanie Marysko leitet das Jobcenter im hessischen Heppenheim und bestätigt das teilweise. Sie macht weniger die Menschen dafür verantwortlich als „das System” in Deutschland.

Neuregelung des Leistungsentzuges bei willentlicher Nichtaufnahme einer konkreten und zumutbaren Arbeit gemäß §§ 31a Absatz 7, 31b Absatz 3 SGB II durch das 13. SGB II ÄndG 21.04.2026 nach Maßgabe der nachfolgenden Regelungen.

In den 12 Monaten von Mai 2025 bis April 2026 wurden vom Bund insgesamt 28,802 Milliarden Euro für das „Bürgergeld“ ausgegeben – 395 Millionen Euro (1,4 Prozent) weniger als die 29,197 Milliarden Euro ein Jahr zuvor (Mai 2024 bis April 2025).

Die Armutsgefährdungsquoten 2025 reichten in den Ländern von 27,5 Prozent im Land Bremen (HB) und 21,3 Prozent in Sachsen-Anhalt (ST) bis 12,6 Prozent in Bayern (BY), bei einer Armutsgefährdungsquote der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt von 16,1 Prozent.

Allen politischen Debatten zum Trotz: Es gibt keinen Magneteffekt von Sozialsystemen auf potenzielle Zuwander*innen. Ein Mythencheck zeigt vielmehr: In der Summe entlastet Migration die öffentlichen Haushalte.