
Geflüchtete fangen in Deutschland später an zu arbeiten als in anderen europäischen Ländern. Könnte eine flächendeckende „Arbeitspflicht“ für Asylbewerber*innen dafür sorgen, dass sie schneller in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden?

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Geflüchtete fangen in Deutschland später an zu arbeiten als in anderen europäischen Ländern. Könnte eine flächendeckende „Arbeitspflicht“ für Asylbewerber*innen dafür sorgen, dass sie schneller in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden?

„Der höchste Krankenstand, die wenigsten Überstunden, die meiste Teilzeit: Die Arbeitszeit war noch nie außer im Corona-Jahr 2020 so niedrig wie 2023“, berichtet Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Antwort des Senats auf eine Große Anfrage der Fraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Die Einstellungen gegenüber Zuwanderung in Deutschland sind ambivalent. In Krisenzeiten wie der aktuellen Situation steigen Sorgen um mögliche negative Folgen von verstärkter Migration. Das geht aus der neuen Studie „Willkommenskultur in Krisenzeiten. Wahrnehmungen und Einstellungen der Bevölkerung zu Migration und Integration in Deutschland“ hervor.

So war der Anteil der Personen ohne Abschluss einer mindestens zweijährigen beruflichen oder hochschulischen Ausbildung an den 25- bis 64-Jährigen im Jahr 2019 in den Großstädten mit über 100.000 Einwohnern mit 20,8 Prozent nahezu doppelt so hoch wie in den kleinen Gemeinden mit unter 5.000 Einwohnern mit 10,7 Prozent.

Auch in vergleichbaren Beschäftigungsverhältnissen verdienten Frauen sechs Prozent weniger als Männer. Frauensenatorin Claudia Bernhard und Arbeitssenatorin Claudia Schilling sehen großen Handlungsbedarf und richten zum Equal Pay Day am 6. März 2024 ihre Forderungen auch an den Bund.

Grafische Darstellung der „Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern nach Alter im Jahr 2023“.

Am 6. März ist der deutsche Equal Pay Day. Er zeigt an, wie viele Tage Frauen im Durchschnitt zusätzlich arbeiten müssten, um das durchschnittliche Gehalt von Männern zu erreichen. Bei genauerer Betrachtung werden jedoch erhebliche regionale Unterschiede deutlich.

Anlässlich des deutschlandweiten Equal Pay Days haben Regionalforscherinnen aus dem IAB einen Bericht vorgelegt, der den Gender Pay Gap auf regionaler Ebene aufzeigt. Die Redaktion des IAB-Forums hat dazu bei Michaela Fuchs und Anja Rossen nachgefragt.

Beschäftigte, die mit Verweis auf das Bürgergeld kündigen – darüber gab es im vergangenen Jahr eine hitzige Debatte. Nun zeigt sich: Die befürchteten Massenkündigungen hat es nicht gegeben. Auf der anderen Seite ist es jedoch nicht gelungen, die Zahl der Empfänger zu reduzieren.

Geflüchtete Ärztinnen, Pfleger und Erzieherinnen aus der Ukraine könnten den Fachkräftemangel in Deutschland abmildern – doch bisher bemühen sich nur wenige von ihnen um die benötigte Anerkennung.

Unzählige Menschen verzichten trotz Anspruch auf Sozialhilfe – aus Angst vor Stigmatisierung. Der Staat spart dadurch zwar Milliarden, doch der Schaden ist groß. Eine Kolumne von Marcel Fratzscher. Er leitet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Senatorin Dr. Schilling dankt Ausbildungsverbünden von Bremen und Bremerhaven. Mehr als 50 junge Erwachsene und ihre Ausbilderinnen und Ausbilder aus den beiden Ausbildungsverbünden standen in den Werkstätten der Beruflichen Bildung Bremerhaven GmbH im Fischereihafen in Bremerhaven Rede und Antwort.

In der Gastronomie traf dies auf 46 % der Beschäftigten zu, unter den Köchinnen und Köchen sogar auf gut die Hälfte (51 %). Insgesamt hatten ein Viertel (25 %) aller Erwerbstätigen von 15 bis 64 Jahren eine Einwanderungsgeschichte. Damit lag ihr Anteil an den Erwerbstätigen etwas unter ihrem Bevölkerungsanteil von 28 %.

Die Umfragen widersprechen sich nur auf den ersten Blick, denn der Arbeitsmarkt ist von einer Besonderheit gekennzeichnet: Sowohl die Beschäftigung als auch die Arbeitslosigkeit nehmen zu. Das liegt daran, dass derzeit mehr Menschen auf den Arbeitsmarkt kommen. Zum einen sind dies Zuwanderer und Geflüchtete, zumal aus der Ukraine, die hier arbeiten dürfen.

Für die IHK Gießen-Friedberg versucht die Willkommenslotsin Berivan Moslem, Unternehmen und Zuwanderer zusammenzubringen.

Überdurchschnittliche Verdienstzuwächse mit 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurden im Bereich des Gastgewerbes, aber auch der Energieversorgung (9,3), Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (8,8), Kunst, Unterhaltung und Erholung (8,6) registriert. Unterdurchschnittliche Verdienst-entwicklungen wurden im Grundstücks- und Wohnungswesen (-0,8), Erziehung und Unterricht (1,7) und Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung (2,3) gemessen.

Die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, der DGB Region Bremen-Elbe-Weser, die Handwerkskammer Bremen und die Unternehmensverbände im Lande Bremen sprechen sich in einer gemeinsamen Resolution mit dem Titel „Entschlossen für Demokratie und Weltoffenheit eintreten“ für die Bekämpfung radikaler und populistischer Tendenzen in Deutschland aus.

Finanziert wird dieses Instrument aus den Bundesmitteln für „Leistungen zur Eingliederung nach dem SGB II“ und dem sogenannten Passiv-Aktiv-Transfers (PAT).