
Die aktuellen Daten für Oktober 2025, zusammengestellt vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ).

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Die aktuellen Daten für Oktober 2025, zusammengestellt vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ).

„Im Oktober haben Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung weiter abgenommen. Die Beschäftigungsentwicklung bleibt schwach und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nur gering. Insgesamt ist die Herbstbelebung bisher schwunglos“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
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Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt lesen

„Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ist im Ausbildungsjahr 2024/25 gestiegen, während das Angebot an Ausbildungsstellen wegen der wirtschaftlichen Schwäche weiter zurückging. In der Folge ist der Anteil der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber mit Ausbildungsplatz so niedrig wie seit über 25 Jahren nicht mehr“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, bei der Vorstellung der Bilanz des Berufsberatungsjahres 2024/25.

Mit Blick auf die Arbeitsmarktzahlen sagte Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied: “ … ist es falsch, dass die Bundesregierung den Menschen den Notgroschen abnehmen will, wenn sie Grundsicherung brauchen.“

Das Online Forum – Teilhabe und Arbeit: Bildung und Ausbildung als Zukunftschancen möchte zeigen, wie unterschiedliche Bildungsinitiativen Menschen Perspektiven eröffnen und Teilhabe stärken.
Online Forum, Mittwoch, 5. November 2025, 12:30 − 13:30 Uhr

Ein Blick auf die Entwicklung des Anteils erwerbsfähiger Leistungsberechtigter in der Bundesrepublik Deutschland und in den Städten Duisburg und Bremen von Juni 2011 bis Juni 2025.

Cansın Köktürk, Fraktion DIE LINKE im Bundestag, findet die Regierungspläne „menschenverachtend“. Als Sozialarbeiterin habe sie erlebt: Sanktionen helfen niemandem auf die Beine.

Die Abschaffung des Bürgergelds zeigt: In der politischen Debatte ist die Form oft wichtiger als der Inhalt. Das könnte bald auch für die neue Grundsicherung gelten.

872.000 Deutsche gehen keiner geregelten Erwerbsarbeit nach. Es wird Zeit für eine bessere Arbeitsvermittlung und Leistungsentzug für Verweigerer (Privatiers).

Der Verein Beschäftigungspolitik: kommunal e.V. (bp:k) diskutierte mit rund 210 Fachleuten aus den Bereichen Arbeit, Soziales und Integration über die Zukunft der Jobcenter im zweiten Jahrzehnt ihres Bestehens. Schwerpunktthema war die digitale Transformation und den damit verbundenen Entwicklungen.

„Im ersten Halbjahr 2025: Bürgergeld-Ausgaben knallen wieder hoch“. So berichten BILD (21.10.2025), Merkur, Welt, Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau und andere über dieses angebliche „Hochknallen“. Siehe dazu die Berechnungsgrundlagen der BILD, die zum Nachdenken über das „Knallen der Ausgaben“ anregen könnten.

Der Kahlschlag in der Sozialpolitik trifft auf eine ohnehin verunsicherte Kreativszene. Nennenswerter Widerstand ist von ihr nicht zu erwarten. Diese neuerlichen Zumutungen, die mit der Reform der Grundsicherung durchgesetzt werden sollen und die nichts anderes sind als eine institutionell verankerte Herabwürdigung von Armut, treffen auf eine eh schon hochgradig prekarisierte Branche.

Für die angestrebte Verlängerung der Erwerbsarbeitszeiten spielt eine wichtige Rolle, dass viele Beschäftigte zusätzlich zu ihrer Erwerbsarbeit täglich (unbezahlte) Haus- und Sorgearbeit leisten. Dies betrifft insbesondere erwerbstätige Frauen, vor allem solche mit Kindern. Sie leisten im Durchschnitt acht Wochenstunden mehr unbezahlte Haus- und Sorgearbeit als erwerbstätige Männer, bei erwerbstätigen Eltern liegt der Abstand bei 15 Stunden. Bei erwerbstätigen Frauen und Männern ohne Kinder im Haushalt beträgt dieser Gender-Care-Gap fünf Stunden.

Die Theorien von Peter Diamond, Dale Mortensen und Christopher Pissarides, Wirtschaftsnobelpreisträger in diesem Jahr, sind keine theoretischen Fingerübungen, sondern haben eine klaren Praxisbezug. Sie erklären, warum es zu hoher Arbeitslosigkeit kommen kann – obwohl Unternehmen dringend Arbeitskräfte suchen.

Die Anforderungen an Weiterbildung steigen – doch das aktuelle Zulassungssystem nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) bremst notwendige Entwicklungen aus. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern Arbeitnehmerkammer Bremen gemeinsam mit ver.di, der DAA-Stiftung Bildung und Beruf, der Arbeitskammer des Saarlandes, der bfw-Unternehmensgruppe, der Deutschen Angestellten-Akademie gmbH (DAA) und dem Internationalen Bund grundlegende Reformen.

Auf dieser Sitzung der Deputation für Arbeit sind folgende Vorlagen aus arbeitsmarktpolitischer Sicht von Interesse:
Verpflichtungsermächtigungen zur Fortführung der Landes-ESF-Projekte im Jahr 2026
21/5734 Keine Vorlage eingestellt
Auflösung der ressortbezogenen globalen Minderausgaben im Produktplan 31 (Arbeit) für den Haushalt des Landes Bremen
21/5735 Vorlage
21/5735 Anlage 1
IAB-Betriebspanel – Auswertung der Befragung in 2024 für das Land Bremen
21/5736 Vorlage
Zweite Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Bestimmung tätigkeitsspezifischer Mindestentgelte im Sinne des Bremischen Tariftreue- und Vergabegesetzes (Bremische Mindestentgeltbestimmungsverordnung – BremMEntBestV)
21/5737 Vorlage
21/5737 Anlage 1
21/5737 Anlage 2
Klimaschutzstrategie 2038 der Freien Hansestadt Bremen: Monitoring-Bericht zum Umsetzungsstand des Aktionsplans Klimaschutz
21/5738 Vorlage
21/5738 Anlage 1
Sachstandsbericht zum Klima Campus (Berichtsbitte der Fraktion der CDU)
21/5739 Vorlage
Sachstand und Fortführungsperspektive beim ESF Plus-Programm (Berichtsbitte der Fraktion der CDU)
21/5740 Vorlage
21/5740 Anlage 1
21/5740 Anlage 2
Anwendungsübung des Arbeitssicherstellungsgesetzes (Berichtsbitte der Fraktion der CDU)
21/5741 Vorlage
21/5741 Anlage 1

Der Jurist Michael Fehling, Professor an der Bucerius Law School Hamburg, sieht bei der geplanten Verschärfung der Sanktionen in der neuen Grundsicherung enge Grenzen. Für ihn liege die Grenze dessen, was an Kürzungen möglich ist, „eher an den 30 als an den 60 Prozent, die das Gericht damals verboten hat“.

Aktuelle Befragungsergebnisse zeigen: Zwei von drei Befragten sehen den Nutzen des Sozialstaats, fast ebenso viele empfinden aber seine Kosten als Problem. Eine knappe Mehrheit – darunter viele Menschen mit niedrigem Einkommen – stimmt der Aussage zu, dass Sozialleistungen „faul machen“.

In dieser Fachinformation wird erläutert, wie sich das Bürgergeld konkret verändern würde, sollte die Bundesregierung ihr jüngst bekannt gewordenes Gesetzesvorhaben umsetzen.

Erschreckende Zahlen der Bundesagentur für Arbeit: In einem Drittel der im SGB II sanktionierten Haushalte leben Kinder. Die Bundesregierung plant trotzdem weitere Verschärfungen.