
Junge Menschen klagen in der Corona-Zeit über psychische Probleme, Vereinsamung und Zukunftsängste. Das gilt besonders für diejenigen mit finanziellen Sorgen. Von der Politik fühlen sie sich im Stich gelassen.

Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen
Kooperation statt Konkurrenz — Wege in Arbeit durch Fortbildung, Weiterbildung und Beschäftigung

Junge Menschen klagen in der Corona-Zeit über psychische Probleme, Vereinsamung und Zukunftsängste. Das gilt besonders für diejenigen mit finanziellen Sorgen. Von der Politik fühlen sie sich im Stich gelassen.

Männer arbeiten im Durchschnitt neun Stunden pro Woche mehr als Frauen. Dabei möchten mehr Männer als Frauen ihre Arbeitszeit reduzieren und andererseits mehr Frauen als Männer ihre Arbeitszeit ausweiten. Damit besteht Potenzial zur Angleichung der Arbeitszeiten zwischen den Geschlechtern.

Die deutschen Unternehmen wollen zunehmend neue Mitarbeiter*innen einstellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im März kräftig gestiegen und steht bei 97,6 Punkten. Das ist der höchste Wert seit Februar 2020. Der Arbeitsmarkt setzt zur Erholung an, trotz des Lockdowns.

Das Modell der Vier-Tage-Woche wird viel diskutiert. Befürworter sagen, es steigere Motivation und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer. In Spanien startet bald ein Modellprojekt.

Trotz schwierigerer und veränderter Rahmenbedingungen ist es gelungen, für Menschen mit Behinderungen auch während der Pandemie ein Informations-, Beratungs- und Maßnahmenangebot auf hohem Niveau sicherzustellen und fortzuführen. Das betont die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Die Bundesregierung sieht derzeit keinen Anlass, am Modell der sogenannten Optionskommunen (Jobcenter in Trägerschaft der Kommunen und nicht der Bundesagentur für Arbeit) zu rütteln. Das schreibt sie in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Für einen besseren Einstieg von Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt setzt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag ein. Vor dem Hintergrund der sich durch die Corona-Krise verschlechternden Situation auf dem Arbeitsmarkt müssten sowohl der Berufseinstieg für junge Menschen als auch generell der Wiedereinstieg in Beschäftigung neu justiert werden.

Erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 gehen die Nominallöhne im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr zurück. Die gesamtwirtschaftliche Lohnentwicklung 2020 war stark durch den vermehrten Einsatz von Kurzarbeit im Zuge der Corona-Krise beeinflusst: Kurzarbeit reduziert die bezahlte Wochenarbeitszeit und damit den Bruttomonatsverdienst.

In der Pandemie haben überraschend viele kleine Betriebe die Kurzarbeit als Weiterbildungszeit eingesetzt. Sie geben im Schnitt auch mehr Geld dafür aus als Großunternehmen.

Hartz IV ist seit seinem Inkrafttreten im Jahr 2005 ein Dauerbrenner der arbeitsmarktpolitischen Diskussion, an dem sich die Geister immer wieder scheiden. Die Positionen reichen von „Armut und Ausgrenzung per Gesetz“ bis hin zum „Garanten für den Arbeitsmarktaufschwung“.

Arbeitsmarktforscher warnen davor, dass mehr Menschen lange ohne Job sein werden. Auch auf dem sozialen Arbeitsmarkt hinterlässt die Krise Spuren.

Die Zahl der Ausbildungsanfänger könnte in diesem Jahr auf einen historischen Tiefstand sinken, prognostiziert eine Studie. Und auf die raren Plätze haben es vermehrt Abiturienten abgesehen. Schwache Schüler landen leicht im Abseits.

Das FiBS schätzt, dass dieses Jahr nur noch rund 430.000 Ausbildungsverträge im dualen System unterschrieben werden könnten. Das sind fast 100.000 weniger als noch 2019 und 35.000 weniger als 2020.

Wir stehen in einem Prozess einer digitalen Transformation von Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften stellen sich dieser Herausforderung.

Wir werden künftig nicht nur mit Menschen konkurrieren, sondern auch mit Maschinen. Mit diesen Fähigkeiten können Sie – zumindest fürs Erste – punkten.

Der BCG-Studie (Boston Consulting Group) zufolge könnten 2030 mindestens 1,4 Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen. Jedoch könnte es in einigen Branchen auch zu einer „Überdeckung“ kommen.

Verglichen mit anderen EU-Staaten fällt der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland moderat aus. Doch möglicherweise tauchen viele junge Leute nur deshalb noch nicht in der Statistik auf, weil sie es angesichts von Corona vorziehen, weiterhin zur Schule zu gehen.

An der neuen Vereinbarung beteiligten sich etwa 25 arbeitsmarktrelevante Akteure, darunter die Arbeitnehmerkammer, die Agentur für Arbeit, der Gewerkschaftsbund und die Handelskammer-IHK.

Corona verschärft die Ausbildungskrise. Immer weniger Betriebe bilden aus. Viele Jugendliche stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die IG Metall fordert langfristige Lösungen.

Am 18. März 2021 wurde die neue Vereinbarung „Ausbildung: innovativ“ als Nachfolge der „Bremer Vereinbarungen für Ausbildung und Fachkräftesicherung“ zur Stärkung der Ausbildung im Land Bremen besiegelt.